Tipps für pflegende Angehörige: Austausch und Unterstützung vor Ort
Tipps für pflegende Angehörige: Austausch und Unterstützung vor Ort
Wer zu Hause pflegt, leistet Beeindruckendes – und braucht zugleich verlässliche Entlastung, Wissen und Mitmenschen, die zuhören. Wir von AK Inge Hartmann begleiten pflegende Angehörige in Hürth mit klarer Beratung, planbaren Einsätzen und viel Praxisnähe. In diesem Leitfaden teilen wir Tipps für den Alltag, zeigen Wege zum Austausch und erläutern, wie lokale Angebote sinnvoll kombiniert werden können.
1) Realistisch planen – in kleinen Schritten groß denken
Gute Pflege beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Welche Tätigkeiten fallen schwer? Wo rauben Abläufe besonders viel Zeit oder Kraft? Notieren Sie über eine Woche, wann Unterstützung nötig ist (Körperpflege, Mobilität, Medikamente, Haushalt, Termine). So entsteht ein Bild, auf dessen Basis wir gemeinsam einen tragfähigen Versorgungsplan entwickeln – mit klaren Rollen zwischen Familie, Nachbarschaft und unserem Team.
Achten Sie dabei auf „Pflege-freie Inseln“: feste Zeiten, in denen Sie bewusst nichts organisieren. Diese Atempausen sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für langfristige Stabilität.
2) Austausch vor Ort – warum ein Netzwerk den Rücken stärkt
Regelmäßiger Kontakt mit anderen pflegenden Angehörigen entlastet emotional und liefert schnelle Lösungen: vom Tipp zur rückenschonenden Lagerung bis zur Struktur eines Demenz-tauglichen Tages. In Hürth gibt es vielfältige Begegnungsräume – von Nachbarschaftstreffs über Kirchengemeinden bis zu Vereinen. Wir helfen Ihnen, passende Gruppen zu finden, und vernetzen auf Wunsch mit Anlaufstellen in Ihrem Stadtteil.
Bei kognitiven Veränderungen in der Familie bietet unsere Demenzbetreuung ein besonders ruhiges, respektvolles Setting: mit orientierenden Ritualen, Aktivierung und gezielter Entlastung für Pflegende – auch stundenweise. So bleibt der Alltag berechenbar, ohne überfordert zu sein.
3) Entlastung organisieren – damit Pflege langfristig trägt
Viele Angehörige überschätzen, was sie „nebenbei“ schaffen können. Planen Sie Entlastung deshalb proaktiv: Starten Sie mit einem festen Termin pro Woche, an dem wir übernehmen, und erweitern Sie bei Bedarf. Für planbare Pausen – etwa Arzttermine, berufliche Verpflichtungen oder eine Auszeit – eignet sich die Verhinderungspflege: Wir springen ein, zuverlässig und mit vertrauten Bezugskräften. Auch kurzfristige Mehrbedarfe nach Klinikaufenthalten können wir so abfangen.
Praktisch ist eine Wochenstruktur an der Küchentür: Wer kommt wann? Welche Aufgabe übernimmt die Familie, welche unser Team? Eine klare Taktung verhindert Missverständnisse – und schenkt Ihnen Überblick.
4) Finanzierung & Formalien – Sicherheit durch gute Vorbereitung
Mit anerkanntem Pflegegrad stehen Ihnen Sachleistungen, Pflegegeld, Entlastungsbetrag und Verhinderungs- bzw. Kurzzeitpflege zu. Pflegende, die Pflegegeld beziehen, müssen regelmäßig einen Beratungseinsatz nach § 37.3 SGB XI abrufen. Wir übernehmen diese Besuche verlässlich, geben praxisnahe Tipps und dokumentieren die Inhalte für die Pflegekasse.
Unser Rat: Führen Sie Änderungen im Alltag kurz mit – Stürze, neue Medikamente, zunehmende Orientierungslosigkeit. So bleiben Anträge und Höherstufungen nachvollziehbar, und Leistungen lassen sich frühzeitig anpassen.
5) Selbstfürsorge im Blick – kleine Routinen, große Wirkung
- Mikropausen: Drei Minuten bewusst atmen, ein Glas Wasser, kurz auf den Balkon – diese Mini-Rituale wirken.
- Entlastung teilen: Aufgaben klar delegieren (Einkaufsliste, Wäsche, Begleitung zum Termin). Auch Nachbarn helfen oft gern, wenn sie wissen, worum es geht.
- Bewegung & Rücken: Regelmäßig dehnen, kurze Spaziergänge einplanen; heben Sie nie allein und nutzen Sie Hilfsmittel konsequent.
- Grenzen benennen: Ein „Heute geht nur das Wichtigste“ ist professionell – nicht egoistisch. Pflegequalität steigt, wenn Pflegende intakt bleiben.
6) Zusammenarbeit vor Ort – kurze Wege, vertraute Gesichter
Als lokales Team in Hürth koordinieren wir mit Hausärzt:innen, Therapiepraxen und Hilfsmittelversorgern. Das spart Zeit, verhindert Doppelwege und sorgt dafür, dass Pflegepläne, Medikation und Termine zusammenpassen. Ob strukturierte Demenzbegleitung, stundenweise Entlastung über die Verhinderungspflege oder verpflichtende Beratungseinsätze: Wir denken Versorgung um Ihr Leben herum, nicht umgekehrt.
7) Checkliste für die nächsten 14 Tage
- Wochenplan erstellen (Einsätze, private Termine, Pausen)
- Aufgabenliste schreiben und an Familie/Nachbarschaft verteilen
- Pflegegrad-/Leistungsstand prüfen, Entlastungsbetrag einplanen
- Termin für Beratungseinsatz § 37.3 vereinbaren
- Ein „Ich-Tag“ für Sie selbst fest im Kalender blocken
Fazit: Pflege gemeinsam schultern – mit AK Inge Hartmann in Hürth
Pflegende Angehörige sind das Herz der Versorgung zu Hause. Mit Austausch, klarer Struktur und verlässlichen Entlastungsangeboten bleibt dieses Herz stark. Wir von AK Inge Hartmann beraten, begleiten und vernetzen – mit Demenzbetreuung, Verhinderungspflege und Beratungseinsätzen nach § 37.3 als praktischen Bausteinen. So bleibt Pflege menschlich, planbar und lokal gut organisiert – in Hürth, genau dort, wo Sie leben.
Kontakt und weitere Informationen
Wir freuen uns, Sie bei allen Fragen rund um die ambulante Pflege zu unterstützen. Sie können uns telefonisch unter 02233 – 978678, per E-Mail an info@ak-inge-hartmann.de oder persönlich in Hürth, im Stadtteil Hermülheim in der Schneider-Clauß-Str. 10.
Unsere täglichen Pflegezeiten um 06:00 bis 23:00. Für pflegerische Notfälle ist nachts unsere Rufbereitschaft Im Einsatz. Unsere Bürozeiten sind täglich von 08:00 bis 17:00 Uhr. Wir laden Sie herzlich ein, uns zu unseren Bürozeiten zu kontaktieren und ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren. Lassen Sie uns gemeinsam die beste Pflegeoption für Ihre Bedürfnisse finden. Sie können gerne unverbindlich Kontakt mit uns aufnehmen und werden umfassend informiert.

Ambulante Krankenpflege
Inge Hartmann
Schneider-Clauß-Straße 10
50354 Hürth
Fax
02233 – 978677